USA 2026 – InsNetz.org https://insnetz.org Reisenotizen Wed, 03 Jun 2026 00:16:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://insnetz.org/wp-content/uploads/2020/06/favicon.ico USA 2026 – InsNetz.org https://insnetz.org 32 32 Ostküste USA Juni 2026 https://insnetz.org/2026/05/ostkueste-usa-juni-2026/ Sat, 23 May 2026 10:47:28 +0000 https://insnetz.org/?p=1956 Eine Einladung zur Hochzeit von Erika & Jake (Verwandschaft siehe unten 1) liegt in unserem Briefkasten. Treffen und Feier in East Aurora, in der Nähe von Buffalo im Staat NY. Ich habe natürlich „Flugscham“: 2025 Ägypten und jetzt schon wieder. Nina findet Klassentreffen und Familie gehen vor. Ich finde, wenn schon in die USA fliegen, dann nicht für ein paar Tage. Katharina kann nach Rücksprache mit Vorgesetzten von ihrem Lebensarbeitszeitkonto-Guthaben ein paar Wochen abbuchen. Das ist schon besser, als nur kurz für die Hochzeit über den Atlantik. Wir planen also 4 Wochen USA und plötzlich ist die Scham vergessen … Vor meinem geistigen Auge läuft ein Roadtrip-Film ab, von Neuengland bis nach Florida; kleine Küstenstädte und Fischerdörfer und ab und zu kurze Abstecher nach Boston, Philadelphia, Miami – aber eigentlich nur malerische Natur an der Ostküste und romantisches Landleben made in USA.

Als Constantin von der USA Reise hört, äußert er spontan: „Da komm ich mit!“. Er war noch nie in den Vereinigten Staaten. Allerdings hat er nicht 4 sondern nur ca 2 Wochen zur Verfügung. Und Natur, romantische Küste und kleine Fischerdörfer? Nee – Washington und New York sind attraktiv. Früher dachte ich auch so.

Nun also folgender Plan: Flug nach Washington, Auto abholen, ein paar Tage Washington. Dann auf der Fahrt nach East Aurora einen Abstecher zu den Amish und evtl. Philadelphia. Familientreffen&Hochzeit. Dann Erisee, Niagarafälle, NY. Abflug Consi. Nina und ich haben dann noch 1,5 Wochen für Neuengland. Ende der Reise ist in Boston, dort müssen wir das Auto abgeben und von dort aus – vom Edward Lawrence Logan International Airport aus – zurückfliegen.

Die Orga für das Meiste darf ich machen … Consi und Nina müssen ja arbeiten. :-/ (siehe unten 2)

Freitag 29.05 – 30.05. Flug und Ankunft – und die kleinen Hürden, die noch übersprungen werden müssen.

Consi kommt abends nach FB – am Bahnhof treffen wir Laila und Fabi – er hat sich schon eingechecked für den Flug. Wir machen es nun auch und Nina fragt mich streng: Warum hast du denn auf Warteliste eingechecked? Hatte ich natürlich nicht, sondern der Flug war überbucht – Hürde Nr.1. Wir waren also etwas spät mit dem Einchecken – Platz 6 und 7 auf der Warteliste. Hier kommt Liliane ins Spiel, die eine Teilzeitstelle als Lehrerin mit einer Teilzeitstelle am Lufthansa Checkin kombiniert. Liliane gibt keine Rückmeldung, hatte aber extra den Dienst am Schalter requestet, so dass wir sie morgen wohl sehen werdne.

Sa. 9 Uhr – Bahnfahrt zum Flughafen, Gepäckaufgabe an den neuen automatischen Baggegecountern und Sicherheitskontrolle klappen nahezu reibungslos – nur mein Reisführer wird von der Röntgenstatation als potentiel gefährlich gemarkt und deshalb von der Security noch besonders begutachtet. Mein Laptop – früher immer ein Garant für Spezialbehandlung am Flughafen – interessierte keinen. To make a long Story short: Wir treffen Liliane, sie spricht mit ihrer Vorgesetzten und wir bekommen einen upgegradeten Platz: nicht Economy sondern Premium Economy! Mehr Beinfreiheit und Porzelangeschirr. 🙂 Der Flug mit seinen fast 9 Stunden ist dann auch unspektakulär und mit Unterhaltungsprogramm und Schlafbrille und zwei Mahlzeiten gut auszuhalten.

Sa. 16 Uhr Ankunft in Washington – Hürde Nr2. Ninas Internet wird erst am Abend freigeschaltet und meine schöne neue E-Sim funktioniert nicht. Sch… Consi hat Internet. Wir können mit Spezialapp die langen Schlangen vermeiden und haben einen netten Immigration Officer der nur Fingerabdrücke nimmt und Reisegrund und Dauer erfragt. Dann sind wir durch und unser Gepäck steht auch schon bereit. Wo ist der Alamo Schalter? Eine kleine Busfahrt wird notwendig – dann klappt alles reibungslos und wir können unseren gebuchten Jeep aussuchen – blau, schwarz oder weiß? Wir nehmen weiß und machen uns auf den Weg.

Red Roof Inn ist ein Motel wie man es aus den Filmen kennt, ebenerdige einfache Zimmer mit Parkplatz direkt vor der Tür. Am Abend nehmen wir noch ein Bier am Potomak River, direkt in der Einflugschneise des Flughafens.

Sontag 31. Mai

Frühstück und dann zur National Mal. Beeindruckend finde ich die Memorials, die an einzelne Präsidenten erinnern und in Stein gemeißelt einige Aussagen von Ihnen. Herzerwärmend und häufig das Gegenteil dessen, was man heute so hört. Vor allem FDR erscheint in einem neuen Licht. Lincoln blickt streng und an den Wänden Antrittsrede und die Gettysburg Adress. Der Reflekting Pool, bei dem einem sofort Martin Luther Kings Rede “ I have a dream ..“ oder auch Forrest Gump 🙂 in den Sinn kommt, wird gerade renoviert. Das Weiße Haus ebenso – es ist großräumig abgesperrt und nicht zu sehen hinter den Zäunen. Auch das Kapitol ist nicht zugänglich. Macht nichts. Die ganze Anlage rund um die Mal ist beeindruckend. Dann eine kleine Pause in Oxxon und Inspektion der örtlichen Einkaufsgelegenheiten und des Liquer Shops. Passend dazu Burger in einer heruntergekommenen Wendys Filiale und anschließend noch ein Abstecher nach Alexandria mit Bummel über die King Str..

Montag 1. Juni

Abstecher nach Georgetown. Wir wollen per Fahrrad unterwegs sein, Consi hat Capitol Bikeshare ausgesucht, super einfach mit App zu bedienen, nur Nina hat mit einem älteren IOS Probleme. Dank einer freundlichen Washingtonerrin kann sie aber ein Bike ausleihen. Frühstück dann bei Baked and Wired – leckerer Cold Brew mit Nitro und super Leckerreien. Stonehouse (ältestes erhaltenes Siedlerhaus in den USA) wird besichtigt und dann ins National Air and Space Museum. Dann werfen wir einen Blick in den Botanischen Garten und Consi – der mit allen amerikanischen US-Online Angeboten perfekt zurecht kommt – bucht für den Abend ein Besuch beim Spiel der Nationals. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Stopp im Matchbox Restaurant – Mushrums, Burger, IPA. Dann weiter zum National Park – dem Stadion der Washington Nats. Wir lernen Baseball Regeln und sitzen im Abendwind auf der Tribüne. Entspannte Athmosphäre im halbleeren Stadion. Danach holen wir unsere Daypacks aus den Schließfächern und nehmen die Green Line um unser Auto vom Park&Ride Southern Ave. abzuholen. Zurück ins Red Roof und gegen 11:00 gehen die Lichter aus.

Dienstag 2. Juni

Auf nach Baltimore zum Frühstück und dann weiter nach Lancaster. In Baltimore ins Parkhaus und zu Fuß zu Charmed Kitchen. Omlet mit Spinach and Bacon, Bagel mit Egg and Ham und natürlich Blueberry Pancakes. Danach Johns Hopkins Library , mit einem romantisch altmodischen Lesesaal mit Karteikästen aus Holz usw.. Dann zum Inner Harbor, der neu gestalltet die Touristen anziehen soll. Naja. Der Spaziergang durch die Stadt war interessant, teilweise very british houses, teilweise kleiner als unsere Reihenhäuser. But mind the pavement – wir stolperten so durch die Gegend und ich mußte geschmeidig eine perfekte Judorolle hinlegen, um Oberschenkelhalsbrüche oder Ähnliches zu vermeiden. Gut das Consi dabei war, der mich mühelos wieder hochziehen konnte. Parkhaus 50$ – wir hatten übersehen, das man sich nach dem Einparken einchecken muß …

Morgens hatten wir den Plan für die nächsten zwei Übernachtungen gemacht – Lancaster wg. Amish und auf keinen Fall Red Roof. Stattdessen sucht Consi das LaQuinta heraus und als wir gegen Abend einchecken stellen wir fest, dass es 2 Klassen besser ist. Swimming Pool, Fitness Raum, größeres Zimmer mit dem gleichen Motelmobilar nur in gepflegt oder neu.

1: Verwandtschaft: Erika =Tochter von Anna Davidson=Tochter von Hedda Martens=Tochter von Lisa Martens=ist Schwester von Käthe Matens=ist Mutter von Rudolf Hagen = Vater von Nina.

2: Organisation: Wir haben als erstes die Flüge bei Lufthansa gebucht: FFM-Washington DC und Boston-FFM. Dann hat jeder seinen ESTA Antrag gestellt und die App installiert. Als nächstes habe ich das Auto über den ADAC bei Alamo für 4 Wochen gemietet: einen Jeep Wrangler lange Version. Und schließlich die ersten 3 Übernachtungen in Washington: Red Roof Inn. Um die allerdings online zu buchen braucht man UNBEDINGT eine 10 digit US Mobile Number. Red Roof ist nicht auf internationale Kundschaft eingestellt. Habe also nach Recherche usw. bei Sonetel für 15 € eine erworben. Meine neue Nummer ist nun eine NY-Nummer: +19177645483. Cool, wollte schon immer eine New Yorker Telefonnummer haben 🙂 Außerdem Steckeradapter – ist man ja in Europa zumindest nicht mehr gewohnt. Und darauf achten: 110 Volt Netzspannung – also nutzen nur Dual Use Geräte etwas.

]]>