Autor: Wolfram

  • 04.08. sessantaquadro

    04.08. sessantaquadro

    Gut, dass ich nochmal gegoogelt habe, ich hatte settantaquadro … 6 und 7, also sei und sette erfordern bei mir immer volle Konzentration, 8 oder otto geht dann wieder.

    Also 64!

    Ganz anders als 63, viel reifer und weiser. Es lohnt sich auch wegen der vielen Geschenke natürlich: eine Tüte Oregano und alles was man aus und mit Bergamotte machen kann: Saft, Marmelade und Rasierwasser. Das Beste aber war, dass Nina mir ihren rechten Adidas Joggingschuh schenkte! Ich war gerührt (sie musste ja in Zukunft einbeinig hüpfend joggen – tierisch anstrengend -und alles nur um mir eine Freude zu machen …) Und ich war auch ein bisschen glücklich: irgendwie hatte ich mir den schon immer gewünscht, aber es bisher gar nicht gewusst! Die Enttäuschung folgte umgehend („Das ist ein ‚Gutschein‘ für … ), war dann aber doch nur von kurzer Dauer.

    Geburtstagsfrühstück

    Gewisse Gemeinsamkeiten sind nicht zu leugnen: Barack Obama hat natürlich ebenfalls am 4. August Geburtstag und eine gewisse Ähnlichkeit zum großen russischen Staatsmann und Reformator Gorbatschow ist auf diesem Bild deutlich zu erkennen. Das rote Mal auf dem Kopf rührt von einem Rettungsversuch durch Lana her: ich tauchte ein paar Meter bis auf den Grund des Meeres und als ich wie ein abgeschossener Pfeil wieder nach oben rauschte, rumste ich gegen Lana, die mit ihrer Hundpaddel-Technik mittlerweile über mir kreiste und mir eine ihrer Säbelzahntiger-Krallen über den Kopf zog. Das Ganze natürlich in bester Absicht: nur aus der Sorge heraus, wo ich denn wohl abgeblieben war und ob ich eventuell Unterstützung benötige …

    Tagesablauf:

    Baden, Geschenke, Ständchen, Frühstück, Lesen und Verschiedenes, mittags Salat, Käse+ Obst, mediterrane Ruhepause, Spaziergang in den Nachbarort, Baden und später essen gehen. … nur kein Neid, werter Leser.

    Gestern hatten wir diesen lokale Spezialität zum Abendessen

    Schwertfisch

    Wird in der Straße von Messina gefangen bzw. mit Harpunen gejagt und nicht geangelt wie bei Hemingways „Der alte Mann und das Meer“.

  • 03.08. Roadtrip: Kalabriens südlichste Küste

    03.08. Roadtrip: Kalabriens südlichste Küste

    Okay, wir wollten nur ca. 100 km weiter, aber wie es so ist: voll, geschlossen, nicht akzeptabel etc..

    Wir machen auch einen kleinen Abstecher nach Pentedatilo (https://en.m.wikipedia.org/wiki/Pentedattilo ) eine an einen Felsen geschmiegte Stadt, die nach einem Erdbeben auf Grund von Einsturzgefahr verlassen wurde.

    An Reggio und Scilla vorbei (Schöne Erinnerungen an unsere Sizilientour …!) wunderbar blau und türkis das ionische Meer an unserer Seite.

    Und endlich um 18:00 wieder ein kleiner Glückstreffer: Villaggio Camping Castelvetere. Oliven- und Citusplantagen drumherum, Bungalows (alle belegt) ein Restaurant, eine absolut leere Campingaerea direkt am türkisfarbenen Meer.

    Und jetzt, nachdem Lana schwimmen war, wir im Supermarkt kaltes (!) Peroni gekauft und getrunken habe – jetzt gehen wir im Restaurant essen. Ciao ragazzo.

  • 03.08. on the road again…

    03.08. on the road again…

    Wir haben beschlossen unser Shangri La 1 zu verlassen.

    Gestern am 02.08. haben wir noch einen Abstecher nach Tropea, dass von allen Reiseführern als unbedingt sehenswert bezeichnet wird, gemacht. Diese Stadt ist für eine andere Art von Urlaub, als die, die wir machen und machen wollen.

    Wir hatten ja dort schon auf der Anreise dort Campingplätze angeschaut, das Fazit gilt: eng, voll und alle sagen: cane grande!

    Heute morgen also noch einmal ins Meer, Tee, Kaffee und Melone, abwaschen packen und los – mit etwas Wehmut, denn einen solchen Platz findet man nur selten.

    1 Nina: „Was hast Du nur immer mit Shangri La?“ Siehe dazu: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Shangri-La

  • Intermezzo: Hitzewelle im Mittelmeerraum

    Brände in Sizilien, ehöhte Sterberate, nachts keine Akühlung … das sind die Stichworte, die Nina aus Online-Artikeln für mich extrahiert. Ich bin nämlich im Urlaub und lese keine Nachrichten. Ausnahme: italienische Zeitungen in den diversen Cafés, denn ich kann ja kein italienisch…

    Wir spüren das natürlich auch. Zum Beweis hier das Foto (m)eines frisch gewaschen, uni schwarzen, am Morgen angzogenen T-Shirts nach einigen Besichtigungen dann am Nachmittag (die hübschen Finger sind nicht meine…)

    Diese kleinen Salzkrusten deuten auf einen gut funktionierenden physiologischen Kühlmechanismus hin (auch wenn Nina mich dafür immer mit einem halb erstaunten, halb spötischem Gesichtsausdruck bedenkt).

    Hunde haben den leider nicht und müssen deshalb zu anderen Mitteln greifen, um nicht den Hitzekollaps zu erleiden. Zunächst hängt die gut durchblutete Zunge nur heraus, dann wird die Atemfrequenz erhöht (Wind kühlt) und das Ganze steigert sich zu einem Mitleid erregenden Cresendo. Und zwar solange, bis die zunehmend mitleidenden Besitzer für Abhilfe bzw. Entlastung sorgen .

    Lana im Goldfischteich …

    Die Goldfische nehmen es erstaunlich gelassen.Wie es der örtliche Polizist sehen würde, wissen wir zum Glück nicht.

  • 01.08. Magna Graecia: Locri und Gerace

    01.08. Magna Graecia: Locri und Gerace

    In Locri kann man die Grundmauern und Überreste einer griechischen Siedlung besichtigen. Es heißt, dass die Gründer griechische Frauen (die keine Lust mehr auf ihre permanent Krieg spielenden Männer hatten) und Sklaven waren. Weibliche Erbfolge war üblich und weibliche Gottheiten wurden verehrt. 200 v.C. wurde sie dann von den Römern eingemeindet. Und sukzessive von Römern und später den Italienern ‚modernisiert‘. Man sieht z.B. eine römische Therme auf griechischen Grundmauern innerhalb eines später darüber gebauten Hauses. Recycling über die Jahrhunderte.

    Und so sehen Tempel aus, wenn sie nicht durch einen Sumpf konserviert und von den Wiederverwendungsgelüsten abgeschirmt waren, wie in Paestum:

    Etwas höher auf dem Berg dann eine Ausgründung, die Stadt Gerace. In ihr wird angeblich bis heute ein griechischer Dialekt – eine Art Urgriechisch – gesprochen; wir hören aber nur italienisch.

    Die Altstadt ist sehr hübsch und lädt mit einem Eiscafé alle Freizeithistoriker ind Archeologen zur wohlverdiententen Mittagsruhe ein.

    Und dann gibt es noch eine alte romanische Basilika, hier Dom oder Kathedrale genannt. Um 1100 von den Normannen erbaut.

    Im dazugehörigen Museum eine Managementgallerie.